n-tv – die Mobbingredaktion?

Wie macht man aus einer Hm … <schulterzuck/> eine „interessante“ Meldung? So: http://www.n-tv.de/technik/US-Soldaten-kaempfen-mit-Galaxy-Note-article12276346.html

Die US Army bestellt für ihre Lanzenträger Smartphones, um die Kommunikation zu verbessern. Natürlich und doch ärgerlicher Weise trifft das ethisch, moralisch und wirtschaftlich  das Nicht-US-Unternehmen Blackberry, und nicht Microsoft oder Apple. Na gut, wer würde auch schon ein IPhone oder Windows 8 mit ins Gefecht nehmen.

Und wo bleibt das Mobbing? Hier:

In den USA spielt es auch kaum eine Rolle, dass die NSA vermutlich problemlos auf die Geräte zugreifen kann

Und es kommt für Blackberry noch dicker: „PhoneArena“ schreibt, dass auch die NSA schon bald mehrere Samsung-Smartphones kaufen könnte.

Der erste Link ist eine Verlinkung auf einen älteren Artikel von n-tv mit dem Linktext Merkel-abgehoert-Mit-Blackberry-vom-Regen-in-die-Traufe und beginnt mit den Worten

Man weiß zwar noch nicht, welches Handy genau die NSA angeblich abgehört hat

Heute wissen wir, das es nicht mal annähernd smartes phone war.

Das einzig interessante an dem Artikel von n-tv ist wohl das:

… die Sicherheitslösung beruht auf Security Enhanced Android (SE Android), das von der NSA entwickelt und Anfang 2012 veröffentlicht wurde. Die Authentifizierung eines Knox-Nutzers läuft dabei über den Single-Sign-On-Service des US-Unternehmens Centrify.

 

Advertisements

Bild Dir Deine Lügen …

Da hat es diese Bild(!) tatsächlich geschafft, sich an zwei Tagen mehr zu blamieren, als der HP Uhl und IM Friedrich es in sechs Wochen nicht könnten:

Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten! und Erster Politiker fordert PORNO-SCHRANKE im Internet!

Nun, die Grünen wünschen sich eine vegetarischen bzw. veganen Tag in der Woche als Standard in öffentlichen Kantinen, was übrigens in fast allen Kantinen insofern fast schon Standard ist, dass man dort manchmal schon fast jeden Tag vegetarisch speisen kann. „Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren. Vegetarisch kochen ist nämlich mehr, als nur das Fleisch weg lassen.“

Und mit dem Norbert Geis (74?) von der CSU hat diese Bild(!) jemanden gefunden, der heutzutage noch irgendwas mit den Wörtern Filter, Internet und Porno in einem Absatz von sich geben mochte. „Kinder und Jugendliche müssen vor der Pornografie im Internet besser geschützt werden. Dafür brauchen wir jetzt dringend spezielle Filter und verbindliche Altersbeschränkungen, sodass man sich für die Nutzung von pornografischen Inhalten im Netz persönlich anmelden muss.

Liebe Bild(!) Schreiber, wenn ihr schon nicht versteht, was Journalismus ist, lernt bitte wenigstens, dass Rhetorik nicht die Umkehrung und / oder sinnentfremdete Formulierung von Aussagen ist.


Der Papst und die Kreide

Wenn eine Person homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, um über ihn zu richten?

Brot und Spiele für das Volk? Was begeistert die Leute daran? Wieso bejubeln alle diesen Papst? Weil er nette Worte findet, um die Leute zu Maßregeln?


Lobbyarbeit: Alles verbieten, was man selbst macht.

Laut der TAZ (http://www.taz.de/Springer-und-das-Leistungsschutzrecht/!120841/) will der sich-auf-die-Kernkompetenzen-besinnender Axel Springer Verlag bei Google weiterhin „zitiert“ werden, in dem sie anscheinend das Opt-In von Google akzeptieren:

Ausgerechnet der Axel-Springer-Verlag (Bild, Welt), dessen Lobbyisten so sehr für ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage gekämpft haben, verzichtet darauf, sich das neue Gesetz gleich zum Start zunutze zu machen. Wie ein Verlagssprecher am Montag auf Anfrage taz sagte, hat sich der Konzern per „Opt-in“-Verfahren entschieden, mit seinen Inhalten weiterhin in den Angeboten von Google gelistet zu werden – darunter auch der bei Verlagen vielfach umstrittene Newsaggregator Google News.

Sei’s drum, verwirrend ist nämlich die Aussage, inwiefern der im-digitalem-liegt-die-Zukunft-Verlag dies weiterhin zulässt:

In dieser „Übergangsphase“ erteile die Axel Springer AG der Google Germany GmbH ein sogenanntes Opt-in zur Nutzung ihrer Inhalte in Form von Textauszügen, „allerdings unter der Maßgabe und mit ausdrücklichem Hinweis, dass dies nur vorläufig bis zur geregelten Rechteverwertung und ohne Anerkennung der einseitig von Google gesetzten Konditionen geschieht“.

Irrhetorik? Juristenwitz? Man könnt‘ vermuten, dass IM Friedrich irgendwann mal als fachlicher Berater für Sicherheitsfragen für die diese-Schmarotzer-sollen-endlich-mal-was-zahlen AG tätig sein wird.

 

 


Ich werde alle Vorwürfe zweifelsfrei klären

Wenn er und die Situation selbst nicht so unendlich unsympathisch wären, würde ich Ronald Pofalla zu seiner Rhetorik gratulieren. Da er aber ehr zu den Politikern gehören, welche die Rhetorik zum vertuschen nutzen, also unschöne Dinge schöner klingen lassen und das zum Nachteil derer, denen er dien(en soll)t(e), bin ich einfach nur maßlos angewiedert, über soviel Dreistigkeit.

„Ich werde heute alle Vorwürfe, die gegen die deutschen Nachrichtendienste erhoben worden sind, zweifelsfrei klären können“,

Hinzu kommt, dass ich erschreckt bin, wie viele Leute bei diesem Satz nicht schon in Gedanken stolpern. Er wird alle Vorwürfe zweifelsfrei klären? Was soll da bringen? Die Vorwürfe sind doch klar. Heißt das, er sorgt dafür, dass es gar keine Zweifel mehr an den Vorwürfen gibt? Und bitte wieso nur „deutsche Nachrichtendienste“?

Aber seine Erklärung vor der Presse ist nur gespickt vor Arroganz und vor diesem missbräuchlichen Gebrauch der Rhetorik.

Die Fragen, die die deutschen Nachrichtendienste betroffen haben, sind allesamt von mir in einer umfassenden Prüfung geklärt worden. Alle Fragen, die die Arbeit der deutschen Nachrichtendienste betroffen haben, sind so geklärt worden, dass ich heute feststellen kann: Die deutschen Nachrichtendienste arbeiten nach Recht und Gesetz.
1.) Der Datenschutz wird von den deutschen Nachrichtendiensten zu 100% eingehalten. Es gibt keinen einzigen Fall, es gibt keinen einzigen Hinweis, der darauf hindeutet, das der Datenschutz nicht hinreichend berücksichtig wird. Es gibt eine Interpretation eines bestimmten Paragrafen durch den Präsidenten des BNDs, die er allerdings bei mir in Form einer Dienstanweisung genehmigen lassen muss. Ein solcher Antrag hat mir bis heute nicht vorgelegen, insofern gibt es überhaupt keine Veränderung bei der Anwendungspraxis und es gibt vor allem keinen Fall, der dieser Anwendungspraxis zugrunde liegt.
2.) Es ist behauptet worden, der BND Präsident habe Anlass gegeben zu einem laxeren Umgang mit dem Datenschutz. Und es ist behauptet worden, er habe sogar bei dritten darüber spekuliert, die Bundesregierung in dieser Hinsicht zu beeinflussen. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes hat mir gegenüber einer schriftlichen Erklärung erklärt, dass diese Behauptungen falsch sind. Ich habe keinen Anlass an dieser Behauptung und an dieser Erklärung des BND Präsidenten zu zweifeln.
3.) Es ist die Vermutung geäußert worden, das massenhaft Daten deutscher Bürger an die USA, an die NSA übermittelt worden sind. Diese Aussage ist eindeutig falsch. Es gibt lediglich zwei Datensätze, die von Deutschland in die USA übermittelt worden sind und davon kann nicht gesprochen werden, dass das eine millionenhafte Überweisung sei. Die Rechtsgrundlage war §7a G-10 Gesetz. Ich lege wert auf die Feststellung, dass dieser Paragraf 7a G10-Gesetz noch im Mai 2005 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung beraten und beschlossen worden ist. Aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahl ist es dann nicht mehr zum Abschluss gekommen, aber der Bundestag hat diese Gesetz dann 2009 beschlossen und etwa seit Mitte 2009 hat dieses Gesetz Rechtskraft. Die beiden Datenüberweisungen haben so stattgefunden, dass alle Bestimmungen des Paragrafen 7a des G-10 Gesetzes eingehalten worden sind. Die Gremien des deutschen Bundestages sind darüber ordnungsgemäß unterrichtet worden. Es gibt überhaupt keinen einzigen Einwand, der rechtlich bezweifelt werden kann, hier sei nicht korrekt gehandelt worden.
4.) Jetzt komme ich in eine Schwierigkeit. Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich aus Sicherheitsgründen üblicherweise darüber nicht reden würd. Um ihnen aber deutlich zu machen, worüber wir bei diesen beiden Datensätzen geredet haben, möchte ich ihnen mitteilen, dass diese beiden Datensätze, die übermitteln worden sind, sich auf einen Deutschen beziehen, auf einen Deutschen, der entführt worden ist, und auf einen Deutschen, der immer noch entführt ist. Wir versuchen seit vielen Monaten, dem deutschen Bürger zu helfen, ihn wieder in Freiheit zu bringen und ihn körperlich unversehrt nach Hause zu bekommen. Und das wir in diesem Zusammenhang, den USA zwei Datensätze gegeben haben, hat dem Schutz diese deutschen entführten Bürgers gedient. Wir sind auf die technische Hilfe der USA angewiesen, um in diesem ganz komplizierten Entführungsfall, der sich jetzt schon über einen langen Zeitraum hinzieht, die Hilfe der Amerikaner zu bekommen und deshalb war es rechtlich nicht nur in Ordnung, diese beiden Datensätze zu übermitteln, es war in gewisser Weise zum Schutz dieser Person und deshalb lege ich Wert darauf, dass das, was da stattgefunden hat, den Gremien des Bundestages und auch den Fraktionen des Bundestages seit diesem Zeitraum der Übermittlung bekannt ist und es von keiner Seite jemals irgendeinen einzigen Kritikpunkt gegeben hat, auch von keiner politischen Seite, dass diese Übermittlung der Daten stattgefunden hat.
5.) Dieser Vorgang zeigt, das die Arbeit unserer Nachrichtendienste zum Schutz unserer Bürger, der deutschen Bürger notwendig ist. Und zweitens, dieser Vorgang zeigt, das wir bei aller berechtigten Fragestellung immer im Auge behalten müssen, dass die Nachrichtendienste am Ende der Politik Hilfestellungen geben sollen, und auch geben, im Konkreten Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen. Deshalb
6.) Bei aller aufgeheizten Debatte, die wir in diesen Tagen führen, und ich rede jetzt über die deutschen Nachrichtendienste, dürfen wir nicht vergessen, und das war bisher im parteilichen Konsens, egal wer regiert und egal wer in Opposition war, dürfen wir nicht vergessen, dass nachrichtendienstliche Arbeit, logischer Weise, sonst wäre sie keine nachrichtendienstliche Arbeit, im Vertrauen auf die Sicherheit der Informationen und im Vertrauen darauf, dass nicht alles der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, stattfindet. Ich übe dieses Amt jetzt seit fast viere Jahren aus und ich lege Wert für mich auf die Feststellung, dass die Art und Weise der Arbeit unserer Nachrichtendienste, in den vier Jahren, wo ich die Verantwortung trage, die Sicherheit der Menschen in Deutschland, versucht hat mit zu gewährleisten und das diese Arbeit mit dazu beigetragen hat, das wir ganz konkret einzelnen Menschen helfen konnten. Und sie sehen, an dieser Offenheit, die ich ausnahmsweise heute praktiziere, die ich aber für notwendig halte, damit wir alle etwas runterkommen von dieser emotionalen Diskussion über die Arbeit der deutschen Nachrichtendienste. Die Nachrichtendienste werden bei uns rechtstaatlich korrekt kontrolliert und ich lege wert auf die Feststellung, dass ich meiner Verantwortung auf rechtstaatliche Kontrolle dieser nachrichtendienstlichen Arbeit in den ganzen vier Jahren zu 100% nachgekommen bin. Und ich bin ein bisschen Stolz darauf, dass vier in den vergangenen vier Jahren in Deutschland Sicherheit gewährleisten konnten und das wir in den vergangenen vier Jahren, Bürgern, die in Not geraten waren ganz konkret helfen konnten und alles ist nur möglich, wenn Nachrichtendienste in der Welt zusammen arbeiten. Und das hat nichts damit zu tun, dass die Vorwürfe, die erhoben werden, gegen die NSA im Blick auf das was sie tut damit von mir gerechtfertigt würden, würden diese Vorwürfe zutreffen. Sondern ich will ihnen nur deutlich machen, dass das was wir machen, eine sehr verantwortliche, ein rechtstaatliche Arbeit ist und ich werden in den nächsten Wochen, auch mit den Möglichkeiten, die ich habe und die ich auch schon wahrgenommen hab, ich werde weiter massiv vorantreiben die Aufklärung im Blick auf die allgemeinen Fragen zu PRISM und das, was die Amerikaner in diesem Zusammenhang tun und inwieweit und ob überhaupt davon wir in Deutschland betroffen sind und so wie ich diese Vorwürfe gegen die deutschen Nachrichtendienste aufgeklärt habe und mit Nachdruck die Klärung herbeigeführt habe, werde ich das, was ich machen kann in den nächsten Wochen, zu Klärung dieser Sachverhalte vornehmen. Und haben Sie Verständnis dafür, weil ja viele Fragen auch immer an mich gerichtet werden: Mein Gremium, dem ich zunächst zu berichten habe, ist da parlamentarische Kontrollgremium. Und ich werde es weiter so handhaben, dass die Erkenntnisse, die ich habe, zunächst diesem Gremium und dann, wenn ich es für vertretbar halte, auch der Öffentlichkeit mitteilen werden, aber ich werde niemals den umgekehrten Weg gehen. Ich habe einen klaren gesetzlichen Auftrag und diesen Auftrag nehme ich wahr und deshalb haben wir uns auf weitere Sitzungen des parlamentarischen Kontrollgremiums verständigt. Wir wollen am 19.08. diese allgemeinen Fragen klären und ich habe zugesagt, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt, dass was mir möglich ist, zur Klärung beitragen werden und ich werde wiederum erst dem parlamentarischen Kontrollgremium berichten und anschließend der Öffentlichkeit darüber berichten, was wir erreicht haben und was wir klären konnten. Und deshalb haben Sie Verständnis dafür, dass ich auf der Basis der gesetzlichen Bestimmungen, die ich auch zu beachten habe, handle. Das parlamentarische Kontrollgremium halte ich für das Gremium, was ich unterrichten muss und das auch von mir immer wieder unterrichtet wird oder auch von meinen Mitarbeitern und ich freue mich, dass wir heute die Sitzung hatten, weil wir dadurch die Vorwürfe gegen die deutschen Nachrichtendienste im Detail klären konnten und damit feststeht, dass unsere Nachrichtendienste sich an Recht und Gesetz halten. Herzlichen Dank.“

 

G-10-Gesetz: http://www.gesetze-im-internet.de/g10_2001/BJNR125410001.html

Pressekonferenz zur Anhörung vor dem parlamentarischen Kontrollgremium (Phoenix): http://www.youtube.com/watch?v=QaDm4JHLzcI


Schluss mit der Gratiskultur, ihr Schmarotzer!

Die Bild, also der Döpfner, will exklusive Teile der Onlineversion der Bild jetzt kostenpflichtig anbieten. Bei Bild bedeutet kostenpflichtig, dass jetzt auch der Konsument mit Geld zahlen soll. Sprich, die „Wertschöpfung“ wird erweitert. Neben dem Jubel von dem Dieckmann gibt es ingesamt in der Medienwelt ein freudiges jauchzen. Wer, wenn nicht die Bild, könnten diesen Schmarotzern endlich wieder das Geld abknöpfen. Die machen das schon. Schließlich muss auch mal Schluss sein mit dieser unerhörten Gratiskultur. Liebe Internetnutzer, lernt endlich wieder Geld auszugeben, sonst ist Schluss mit Journalismus!

Das könnte jetzt verwirren, wenn die Bild, die ja schließlich den Journalismus durch Berichterstattung ersetzte, weil der Journalismus zu teuer war (und irgendwie auch tatsächlich der Arbeit ähnelte), davon redet, dass der Journalismus gefährdet sei. Sei’s drum. Versuchen wir es realistisch zu sehen. Wer liest online die Bild? Die, die

  1. auf Arbeit lange Weile oder
  2. zuviel Pause übrig haben

Laut Heise (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fussball-als-Hebel-Axel-Springer-will-Geld-fuer-Bild-Inhalte-1871288.html) hat die Bild 273 Mio. Besucher im Monat, also pro Tag 9,1 Mio.  Das wären dann 4x  soviel, wie Leute, die die Bild kaufen, und das ist nur noch die Hälfte, wie zu Beginn der Gratiskultur. Bei der gedruckten Bild gilt aber der Grundsatz „Ein Pausenraum, eine Bild“, also durchschnittlich 5 Leser pro gedruckter Bild?

Mein Fazit aus dem Heise-Artikel endet in dem Zitat: „Sollte es gelingen, die Marke Bild auf Smartphones und Tablet-Computern gegen Bezahlung zu etablieren, wäre das nicht nur für Axel Springer der Beginn eines „Paradigmenwechsels“, weg von der sogenannten „Gratiskultur“ im Netz, wie Döpfner auch immer wieder erklärt.“ und das, obwohl der Dieckmann extra nach Amerika geflogen ist, um sich über neue Geschäftsmodelle zu informieren.

Lieber Herr Dieckmann und Herr Döpfner: Von wem kommt die Gratiskultur? Na, von wem kommt sie? Wenn ihr eure „Inhalte“ jahrelang feilbietet, dann sind die, die diese „Geschenke“ annehmen natürlich die bösen. Dieses undankbare Volk! Und das ausgerechnet jetzt, wo doch die Preise für Werbung so tief in den Keller rutschen!

Ich bin dafür, dass die RTL Group auch auf diese Idee kommt. Bitte!

Schlimmer finde ich nur noch den Jakob Augstein. Oder besser? Denn keiner konnte die tatsächlichen Lügen besser aufdecken und präsentieren. Daher unkommentiert die Best-of-JAugstein aus http://www.freitag.de/autoren/jaugstein/schluss-mit-kostenlos-warum-man-dem-springer-verlag-glueck-wuenschen-muss

  1. Der Rausch des freien Netzes ist vorüber. […] . Wir wissen jetzt, wenn sich nichts ändert, wird es guten Journalismus bald nicht mehr geben.
  2. Ohne Journalismus gibt es keine Demokratie. Vielleicht ist unser Journalismus nicht gut genug. Sicher ist unsere Demokratie nicht gut genug. Aber das eine braucht das andere, und das Netz untergräbt beides.
  3. Wenn Journalismus eine Zukunft haben soll, muss der Leser zahlen. Aber der Leser hat im Netz das Zahlen für Inhalte verlernt.
  4. Die Verlage werden ihren Lesern den Unterschied zwischen Qualität und Quantität wieder beibringen müssen.
  5. Bild hat sich in den vergangenen Jahren mit der politischen Berichterstattung viel journalistischen Respekt erworben.

Erste Mangelerscheinung in den Redaktionen

Heute wird erst die Dschungelkönigin (so oder) gewählt, aber Freenet ist „schneller“. Aber statt von Manipulation rede ich lieber von redaktionellen Fehlern. Wenn diese redaktionellen Fehler schon so eskalieren, wie soll es erst werden, wenn es keine Journalisten mehr gibt, weil die Verlage und Agenturen gar kein Geld mehr verdienen?

20130126_1