Loriot legt sich zur Ruhe und Steve Jobs ist Geschichte …

Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verabschieden sich von der Weltbühne. Was der Unterschied ist?

Loriot hat sich zur Ruhe gelegt, ist von uns gegangen und hinterlässt Werken und Schaffen voll geistlichen, sprachlichen und humoristischen Inhalt. Wir werden das, was er uns hinterlässt immer wieder erleben dürfen und uns daran erfreuen – oder auch nicht. Je nachdem, ob man es mag oder nicht. Fakt ist jedenfalls, er hat sich uns nie aufgedrängt und wir brauchten uns auch nicht schlecht fühlen, wenn wir ihn oder seine Werke nicht mochten. Auch seine Anhänger nahmen es einem nicht übel, wenn man nicht darüber lachen konnte. Gut, vielleicht erlebte man dadurch den peinlichen Moment, wenn man die Frage „Wieso kannst Du darüber nicht lachen?“ nicht beantworten konnte oder wollte oder durfte.

Und Steve Jobs? Kehren wir obiges um, dann ist die Frage schon beantwortet. Okay, Stevie lebt auch noch, was ihm einen Vorteil verschafft. Man könnte jetzt vermuten, dass er sich ein Beispiel an Loriot genommen hat. Dieser hatte zu seinen vielen Preisen und Ehrungen in den letzten Jahren angemerkt, dass sie wohl so häufig auftreten, weil nicht mehr viel Zeit bliebe – welch Ironie. Und Stevie ist jetzt wohl abgetreten, weil er als die Ikone von Apple in Erinnerung bleiben möchte und nicht als Inbegriff von „aller Versuche sind drei“. Sehen wir es doch mal bitte realistisch: Apple befindet sich nach dem Hype der letzten wenigen Jahren auf dem absteigenden Ast. Elefanten, die sterben, wehren sich gegen Mücken. Stevie möchte als DER Steve Jobs (welch‘ Name!) in Erinnerung bleiben und vielleicht bekommt er dann auch die Möglichkeit, wieder als Retter aufzutreten, dann würde er es tatsächlich auch zum Inbegriff des „aller guten Dinge sind drei“ schaffen: Drei Mal Apple an den Rand des Ruins getrieben und drei Mal als Retter aufgetreten – Hallo Julia … sorry, Halleluja!

Und liebe Apple-Gemeinde: Es gibt ein Leben ohne Stevie und es kann nicht nur voller Sinn, Freiheit, Erfüllung, Glück und Seeligkeit sein – nein, es ist es auch. Und vielleicht erkennt ihr auch irgendwann, dass es sogar ein Leben ohne iApple geben kann. Denn Apple hat nichts neues erfunden, sie haben nur die vorhandene Idee und Entwicklungen umgesetzt, realisiert, schön verpackt und dabei einige wichtige Funktionen weggelassen oder schlicht vergessen. Aber wie bei jeder Religion hat auch der Applepfad tatsächliche und aufstrebende Innovationen lange unterdrückt.

Hier beweist sich ein uraltes und weises Wort: Freiheit und Fortschritt sind nicht aufzuhalten.

PS: Das unterscheidet Stevie von den Frauen: Ohne ihn sind Freiheit und Fortschritt trotzdem möglich.

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