Es war Mord, Mr. President!

Osama Bin Laden ist tot. Oder wie der Spiegel es nennen würde: „[E]r starb im Alter von 54 Jahren.“ – an einer Überdosis Metall? Ein US-Spezialkommando hat ihn in einer 40-Minütigen „hochgeheimen, zwischen pakistanischen und US-Kräften koordinierten Aktion“ in einem Haus in Abbotabad ermordet. So muss man es nennen. Ein Kopfschuss auf einen unbewaffneten Mann von einem US-Spezialkommandos, die im Umgang mit Waffen besser ausgebildet sind, als Drogenhund beim Suchen von Drogen, lässt einfach keinen anderen Schluss zu.

Moralisch, ethisch, rechtlich – es war Mord, Mr. President und Frau Bundeskanzlerin.

Ich kann selbstverständlich die emotionale Seite und die daraus resultierende „Freude“ angesichts der Opfer seiner Machenschaften nachvollziehen und gestehe sie den Opfern soweit auch selbst zu, sogar dem Blumenhändler in Taiwan, aber nicht Ihnen Frau Bundeskanzlerin. Sie vertreten einen demokratisch geführten Staat. Die BRD bezeichnet sich als Rechtsstaat.

„Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten“

Frau Doktor Angela Merkel! Ich freue mich, dass Osama Bin Laden keine Bedrohung mehr darstellt. Ich freue mich, dass vermeintlich Unschuldige, insbesondere Zivilisten, nicht getötet oder körperlich verletzt wurde (seelisch kann ich nicht einschätzen). Ich freue mich, wenn es dem Terrorismus verunsichert und / oder schwächt.

Ich freue mich aber nicht, dass es gelungen ist, ihn zu töten. Wäre es eine aus dem Ablauf heraus sich ergebene Konsequenz gewesen, dann wäre es akzeptabel, aber kein Grund zur Freude! Dieser Mann bekannte sich zur gewollten Tötung von über 3000 Menschen. Das man geneigt sei, ihm angesichts dessen den Tod zu wünschen, sei verständlich und nachvollziehbar, aber als Staatsoberhaupt, als Mitglied einer Regierung sollte man sich nicht zur Äußerung der Freude über einen Mord hinreißen lassen. Primäres Ziel hätte die Festnahme von Osama Bin Laden sein müssen, nicht seine Tötung! Das dies geschah, liegt in der Verantwortung der US-Regierung und des von ihr beauftragten Spezialkommando. Ich hätte dies unter keinen Umständen von einem deutschen Einsatzkommando erwartet oder gar akzeptiert.

Und Frau Doktor Angela Merkel – Ich freue mich, wenn Sie nicht mehr Bundeskanzlerin sind, dann brauche ich mich für Ihre Entgleisungen und Verrückungen nicht mehr zu schämen (als Staatsbürger der Bundesrepubil Deutschland) und mir die Entrüstung, Empörung und Ungläubigkeit meiner ausländischen Freunde und Bekannten antun.

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